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Scholarship of Teaching and Learning Seminar Moderne Konzepte des Patienten Empowerment in der Urologie

Philipp Karschuck

Urologie, 2025
Keywords: Entscheidungshilfe Prostatakrebs; shared decision-making; Digitale Gesundheitsanwendung (DIGA); Medizinethik

Fragestellung 

Wie lassen sich (geistes)wissenschaftliche Grundlagen in Form eines Trialog zwischen Urologie, Ethik und Wissenschaft vermitteln und eine Sensibilisierung für ethische Fragestellungen, wissenschaftliches Arbeiten, Literaturanalyse und die Anpassung an die Versorgungsrealität für Studierende der Humanmedizin bewirken?

Umsetzung

Das Seminar besteht aus drei frei konzipierten 45‑minütigen Einheiten, in denen Studierende im 8. Semester. Ziel ist die Förderung aktiven Lernens durch transparente Leistungserwartungen, aktivierende Methoden sowie Feedback und Evaluation. Dafür werden verschiedene Tools eingesetzt: 1) Heicumed/Moodle für Online-Anwesenheitskontrolle und Hybridseminarstruktur, 2) heiVOTE für konzeptorientiertes Live-Voting,3) Buzz-Groups für aktive Verarbeitung und Peer-Feedback, 4) Mentimeter-Wortwolken für Aktivierung, Visualisierung und Reflexion.

SoTL-Poster

(Erwartetes) Ergebnis 

Das Seminarkonzept nach dem Sandwichprinzip und mit interaktiven Elementen fördert nachhaltigen Wissenszuwachs und ethische Güterabwägung. Studierende beteiligen sich aktiv durch Diskussionsformate und Online-Voting; Constructive Alignment und vielfältige Lehrmethoden unterstützen Deep Level Learning.

Erkenntnisse für die Lehre 

Im Seminar sorgen klare Regeln, ein angemessenes fachliches und sprachliches Niveau sowie die moderierende Rolle des Lehrenden für eine gute Lernatmosphäre. Der Fokus liegt auf ethischen statt rechtlichen Fragen, diskutiert an einem klinisch und lebensweltlich relevanten Fallbeispiel. Aktive Beteiligung wird durch direkte Ansprache, Wissensinput, Abstimmungstools (HeiVote, Mentimeter), Buzz-Groups, Reflexion aus Lernendenperspektive sowie Literaturverweise und Ausblick gefördert. Herausforderungen bestehen durch instabile IT-Infrastruktur, fehlende digitale Tools und organisatorische Hürden. Die Vermittlung professionsethischer Kompetenzen bleibt anspruchsvoll und setzt kritische Kontextanalyse voraus.