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Scholarship of Teaching and Learning  Ethik für die biomedizinische Forschung – ein Teaching and Learning Scholarship Projekt

Dr. Christoph Schickhardt

Medizinethik, 2024
Keywords: Medizin, Ethik, Lehre, Aktivierung, Motivation

Fragestellung

Es geht vor allem darum, die Studierenden der Medizin für die Lehre im Bereich Ethik für die Forschung zu motivieren und zu aktivieren. Nur durch Aktivierung, erscheint es möglich, dass die Studierenden professionsethische Kompetenzen entwickeln.

Ziel des neuen methodischen Ansatzes waren: Verbesserung der Motivation der Studierenden und der Aktivierung der Studierenden. Fragestellung: Wie lassen sich im Kurs Ethik für die biomedizinische Forschung Motivation und Aktivierung der Studierenden verbessern und dabei im besten Fall gleichzeitig schon ein didaktischer Schritt in Richtung des Erlernens seitens der Studierenden von ethischen Kompetenzen gehen?

Umsetzung

Im Mittelpunkt stand die Einführungen variierender Lern-Lehrtätigkeiten zur Aktivierung und Motivierung der Studierenden. Es wurden mehrere Lern-Lehrtätigkeiten in den Kurs integriert, mit denen die Studierenden angehalten werden, alleine, zu zweit oder in kleinen Gruppen aktive zu werden. Dies fand im Rahmen einer übergeordneten Orientierung am Sandwich-Prinzip statt, also im Sinne des Wechsels von kollektiven/plenaren/frontalen Lehr-Phasen und eben individuellen aktivierenden Arbeitsphasen.

SoTL-Projekt-Poster

(Erwartetes) Ergebnis

Die Studierenden machten rege mit. Sie wurden in jedem Fall aktiviert. Durch den Austausch untereinander und in der Gruppe mit dem Dozenten entstand eine positive und lebendige Atmosphäre, die wahrscheinlich die Interaktion und Teilnahme förderten. Die Studierenden konnten teils an eigene Erfahrungen anknüpfen und erlebten sich dadurch wohl auch als kompetent und teils selbstbestimmt/autonom.

Erkenntnisse für die Lehre

Das Einbauen von variierenden individuellen oder Klein-Gruppen-Lern-Lehrtätigkeiten erscheint als besonders hilfreich in Zusammenhängen, in denen es nur wenige Lehreinheiten gibt bzw. in denen eben Dozent und Studierende sich nicht kennen/lange aneinander gewöhnen können und in denen es auch disziplinäre Gräben zu überwinden gilt, wie eben z.B. im Lehrbereich Ethik in der Medizin. Die abwechslungsreiche und aktivierende Struktur der Lehreinheit erscheint als dienlich für die Herstellung einer positiven Grundatmosphäre, in der sich Studierende aktiv beteiligen und involvieren lassen. Die abwechslungsreichen Formate dienen dazu, Hürden zwischen Dozenten und Studierenden und auch zwischen den Studierenden selbst, die sich auch nicht alle gut kennen, abzubauen. Dies hat das Potenzial, Aufregung und Nervosität zu reduzieren und den Studierenden nicht nur die Beteiligung, sondern auch das Lernen bzw. die Konzentration auf die Kursinhalten zu erleichtern.