Würdigung exzellenter Lehre und didaktischer Innovation Exzellenz und Innovation in Studium und Lehre: Universität Heidelberg ehrt engagierte Lehrende und zukunftsweisende Lehrprojekte

Gruppenfoto mit Zertifikaten auf Terrasse

Heidelberg, 09.03.2026 – In einem festlichen Akt hat die Universität Heidelberg herausragende Leistungen in der Lehre gewürdigt: 23 Lehrende der Ruperto Carola erhielten das renommierte Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik, das von der Abteilung heiSKILLS Lehren und Lernen angeboten wird. Darüber hinaus wurden drei innovative Lehrprojekte ausgezeichnet, die im Jahr 2025 zusätzliche Fördermittel für innovative Lehre an der Universität Heidelberg eingeworben haben. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die Urkunden der neuen heiSKILLS- und HSE-Fellowships überreicht, die Lehrenden die Möglichkeit geben, neue Lehr-Lern- und Prüfungsformate zu entwickeln und zu erproben. 

Zur Erlangung der Baden-Württemberg-Zertifikate durchlaufen die Lehrenden ein umfangreiches, modular aufgebautes Qualifizierungsprogramm, das ein breites Spektrum an Themen abdeckt: von didaktischen Grundlagen über die Gestaltung aktivierender und inklusiver Lehr-Lern-Formate bis hin zu digital gestützter Lehre und dem Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Lehre. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren zudem von der Möglichkeit, das Programm inklusive individuellem Coaching auch auf Englisch zu absolvieren. Mit landesweit 2.968 Absolventinnen und Absolventen seit 2001 - davon 957 von der Universität Heidelberg – unterstreicht das Zertifikatsprogramm seinen bundesweiten Vorbildcharakter. Im Jahr 2025 schlossen insgesamt 136 Lehrende die Weiterbildung erfolgreich ab. Den 23 Heidelberger Absolvent*innen überreichte Silke Hertel ihre Baden-Württemberg-Zertifikate und bedankte sich im Namen des gesamten Rektorats für den großen Einsatz in der Lehre, welche sich nur im Ansatz in den rund 200 Stunden hochschuldidaktischer Qualifizierung widerspiegeln: „Ich bin mir sicher, dass Sie die Lehre an unserer Universität weiterhin bereichern und hoffe sehr, dass Sie auch als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für das Zertifikatsprogramm in Ihre Fachbereiche hineinwirken – und unserer Community of Practice langfristig verbunden bleiben,“ so Hertel. 

Noch vor der Zertifikatsverleihung würdigte die Prorektorin drei innovative Lehrprojekte, mit denen Kolleg*innen der Universität Heidelberg im vergangenen Jahr zusätzliche Fördermittel für die Lehre eingeworben haben: Das Projekt „heiSPARK“ (Stiftung Innovation in der Hochschullehre, Fördersumme: 4.042.176 Euro, Förderzeitraum: 2025–2031), das Verbundvorhaben „EduNEXUS BW“ (Europäischer Sozialfonds, Fördersumme: 164.607 Euro, Förderzeitraum: 2025–2028) sowie das Projekt „Teacher Academy for Media Literacy (TAMeLi)“ (Erasmus+, Fördersumme für das an der HSE angesiedelte Teilprojekt: 85.748 Euro, Förderzeitraum: 2026-2029).

Als letzten Programmpunkt überreichte Silke Hertel die Urkunden für die neuen heiSKILLS- und HSE-Fellowships, die im Herbst 2025 erstmals ausgeschrieben wurden. Die Fellowships bieten Lehrenden gezielte Freiräume und Ressourcen, um innovative Lehr-Lern- und Prüfungsformate zu entwickeln und praxisnah zu erproben. Die heiSKILLS-Fellowships „Impulse für innovative Lehre“ werden in diesem Jahr in zwei thematischen Schwerpunkten vergeben: Die Integration von KI in der Lehre wird durch 10 Fellowships gefördert, während 4 Fellowships die Erstellung und Nutzung von Open Educational Resources unterstützen. Mit den 5 HSE-Fellowships mit dem Schwerpunkt „Professionsorientierung im Lehramtsstudium“ werden gezielt Lehrveranstaltungen gefördert, die den Studierenden die Bedeutung der Studieninhalte für ihre spätere Tätigkeit als Lehrkraft an der Schule verdeutlichen. 

In ihrer Festrede betonte Silke Hertel den Anspruch der Universität Heidelberg, Begeisterung und Wertschätzung für die Lehre zu fördern, ihre Bedeutung zu stärken und Instrumente zu etablieren, die Innovation in der Lehre ermöglichen. „Denn Engagement für gute Lehre verstehen wir nicht als Add-on – es gehört zum Kern unseres Verständnisses von Exzellenz, von Forschungsorientierung in diesem Handlungsbereich und unserer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und kommenden Generationen“, unterstrich Hertel. 

Die Feier endete bei einem kleinen Empfang und angeregten Gesprächen über die Weiterentwicklung der Lehre auf der Dachterrasse der Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim.